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CHAOS MOTION

Experimental Death Metal - grenzenlos

[ENGLISH VERSION SEE BELOW]


Chaos Motion_Logo

Technischer Death Metal erfreut sich schon lange einer soliden Fanbase, sowohl in Europa als auch in vielen anderen Ländern. CHAOS MOTION ist dieser weltweiten Begeisterung entsprungen: die beteiligten Musiker sind sowohl in Lateinamerika als auch in Europa verwurzelt. Wir haben uns auf ein Plauderstündchen mit Juan Pablo Muñoz verabredet, seines Zeichens Schlagzeuger von CHAOS MOTION.


Hi Juan Pablo, danke, dass du dich bereit erklärt hast, uns dieses Interview zu geben! CHAOS MOTION besteht aus dir am Schlagzeug, dem Sänger Guillermo González, der auch zur Axt greift, Alexis Tedde, ebenfalls Gitarre, und Guido Pedicone am Bass.  Welche Idee steckt hinter CHAOS MOTION? Würdest du die Geschichte der Band kurz umreißen?
CHAOS MOTION wurde 2007 im mexikanischen León unter dem Namen NEBULAR VISION gegründet, damals spielten wir ausschließlich Death Metal. Im September 2008 nahmen wir eine EP auf, die den Titel "Fractal Dimension" trug, sowie 2009 eine MLP, "In-Existence". Wir sind als Supportband einiger europäischer Bands aufgetreten, die in Mexiko auf Tour waren, und haben auch auf dem Uriangato Open Air Festival, in der Bar Underground und einigen anderen Locations gespielt.
Nach den Aufnahmen und Gigs entschied ich, den Namen in CHAOS MOTION zu ändern, das schien passender, da meine neuen musikalischen Ideen und Konzepte chaotischer waren haha... tatsächlich sehe ich unser Projekt als eine Art organisiertes Chaos mit vielen Einflüssen aus der Zeitgenössischen Musik. Unsere Musik ist im Vergleich zu früher experimenteller angelegt, dissonanter, und mit komplexeren Rhythmen, die tiefe Gefühle transportieren. So extrem wie möglich! Seither haben wir zwei neue Demos/Pre-Productions und ein Promovideo aufgenommen.


Welche Bands haben den größten Einfluß auf euch ausgeübt und wie spiegeln sich diese Einflüsse in eurer Musik? Wie bist du überhaupt zum technischen Death Metal gekommen?
Naja, gute Frage ha ha... Ich habe früh angefangen, Heavy Metal zu hören, ich muss damals sieben oder acht Jahre alt gewesen sein, aber einige Jahre später ging ich dazu über, Thrash und Speed Metal zu hören! Ich kann viele Bands nennen, die mich berührt haben, aber die für mich vielleicht einflussreichste damals war SLAYER. Um 1989 herum begann ich, auf Grind und Death Metal abzufahren, da es damals in diesem Genre eine riesige Explosion von Bands gab, wie CARCASS, CARNAGE, XYSMA, DISGRACE, THOU SHALT SUFFER, DARK THRONE, TRAUMATIC, GORGUTS, PURULENCE, CREMATORY, NECRONY, CENOTAPH, SHUB NIGGURATH, LUBRICANT, SADISTIK EXECUTION, NUCLEAR DEATH, etc...
Weißt du, ich denke, was mich am meisten begeisterte waren vor allem die Originalität und der schwere Sound, den die Bands damals hatten. Neben dieser Sparte habe ich immer auch progressive Musik gehört, die mich als Schlagzeuger besonders interessiert hat, Bands wie RUSH, KING CRIMSON, CAMEL, etc..., oder experimentelle Musik wie frühe PINK FLOYD, MAGMA, THE FLYING LUTTENBACHERS, etc... Ich denke, das erklärt, wie mein Interesse für komplexe oder technische Musik geweckt wurde. Ich muss allerdings dazu sagen, dass meine letzten Einflüsse aus der Neuen Musik stammen, vor allem Spektralmusik oder Extreme Musik beeindruckt mich, Komponisten wie Gérard Grisey, Fausto Romitelli oder Helmut Lachenmann, um nur einige zu nennen... Also, im Großen und Ganzen bin ich sowohl von extremem old-school Death Metal als auch von progressiver/experimenteller Musik und Zeitgenössischer Musik beeinflusst. Yeah!!!

Alle Mitglieder von CHAOS MOTION sind fortgeschrittene Musiker, nicht nur was die härteren Klänge anbelangt sondern auch in Hinblick auf klassische und Zeitgenössische Musik sowie Jazz. Verändert dieser Hintergrund die Art und Weise, wie ihr komponiert? Welche anderen Instrumente spielt ihr/habt ihr gespielt?

Alexis ist nicht nur Gitarrist, er hat auch in sehr jungen Jahren angefangen, Klarinette zu spielen und ist ein sehr guter Instrumentalist. Er hat am Konservatorium von Paris studiert und auch in Straßburg, wo ich ihn dann getroffen habe. Das war zu der Zeit, als ich am Konservatorium Kompositionslehre und Klavier studiert habe. Auch Guido Pedicone ist ein Multiinstrumentalist, er spielt Bass, Gitarre, Schlagzeug, Klavier, etc... und er studiert auch Elektroakustische Musik, ebenfalls am Straßburger Konservatorium. Und dann ist da natürlich Guillermo, er ist unser Jazzman ha ha... auch er ein Multiinstrumentalist. Seit einigen Jahren studiert er Jazz und improvisatorische Musik. Momentan arbeitet er an einigen Metal-Projekten. Ich muss sagen dass es wirklich toll ist, mit solchen Musikern zusammenzuarbeiten, endlich gibt es keine Grenzen mehr, unsere Herangehensweise ist facettenreich, die technischen Möglichkeiten und die Komplexität der Kompositionen sind breit angelegt, ich denke, das lässt einer Band immer enormen Raum für Entwicklung.

Wie läuft eine typische Bandprobe ab? Komponiert ihr beim Jammen oder arbeitet jeder von euch zuhause Ideen aus? Und wie entscheidet ihr, ob eine Nummer genug Potential hat?
Wir proben dreimal in der Woche für drei Stunden und fangen normalerweise mit einem kleinen Jam an, um uns aufzuwärmen, aber wir komponieren nicht auf diese Art. Ich komponiere die ganze Musik selbst, außer den Gitarrensoli, die Guillermo beisteuert, und auch Alexis hat für das neue Album einige Sample komponiert (intro/intermezzo/outro). Zuerst arbeitet jeder daheim an seinen Parts und sobald wir alles in der Probe zusammengeführt haben, arbeiten wir gemeinsam an den Improvisationen – dann hören wir uns das Ergebnis an und bessern aus, was noch nicht ganz stimmig ist.

Erzähl uns ein bisschen was zu euren aktuellen Veröffentlichungen und den Projekten, an denen CHAOS MOTION arbeitet.
Für den Moment konzentrieren wir uns auf unsere Proben, für 2015 buchen wir Konzerte in Europa, bei denen wir all unser neues Zeug spielen werden. Der Song "Psychotic Spasm" wird als Promopressung erscheinen und wir werden Labels kontaktieren, um ein komplettes Album zu veröffentlichen.

Juan Pablo, deine Wurzeln liegen in Mexiko, aber du lebst jetzt schon lange in Frankreich. Wenn du die europäische Metalszene mit der lateinamerikanischen vergleichst, gibt es da Unterschiede?
Weißt du, ich denke, am Ende ist Musik eine universelle Sprache, die Leute sind immer sehr aufgeschlossen, Headbanging und Slamming sind an allen Orten der Welt unausweichlich, ebenso wie sehr viel Bier ha ha! Im lateinamerikanischen Underground ist es sehr ungewöhnlich, eine gute Ausrüstung zu besitzen, ich denke in dieser Hinsicht ist es in Europa besser, aber was große Festivals angeht ist es das Gleiche, eine große Bühne und ein verrücktes Publikum ha...!

Ihr würdet sicher gerne ein paar Shows spielen und euer Projekt der Öffentlichkeit vorstellen, wie kann man CHAOS MOTION erreichen?
Hier die wichtigsten Links:

www.chaos-motion.com
www.facebook.com/chaosmotionband
www.twitter.com/chaosmotionband


Vielen Dank für diesen kurzen Einblick in eure Welt! Möchtest du noch etwas hinzufügen, haben wir etwas vergessen?
Danke für das Interview!!! Und an alle Fanzines, Radiostationen, Labels, etc... nehmt Kontakt zu uns auf!!! Wir versprechen den verrücktesten und härtesten Death Metal der Welt!!!

Chaos Motion_Band

[ENGLISH VERSION]

Technical death metal has since long found a solid following, here in Europe as well as in many other countries all over the world. CHAOS MOTION represents this international connection: the musicians involved are rooted in Mexico as well as in France. We talked to CHAOS MOTION's drummer Juan Pablo Muñoz.

Juan Pablo, cheers to you and thanks for agreeing on having this interview with us! CHAOS MOTION is you on drums, Guillermo González on Guitars and Vocals, Alexis Tedde on Guitars and Guido Pedicone on Bass.  Would you briefly outline the idea behind the group and the band's history?
CHAOS MOTION was formed in 2007 in León, Mexico, under the name of NEBULAR VISION, we just played death metal at that time. We recorded one EP called "Fractal Dimension" in September 2008 and one MLP called "In-Existence" in 2009, we played some gigs supporting some europeans bands in Mexico, we also played at the Uriangato Open Air Festival, Bar Underground and some other places.
After this recordings and gigs, I decided to change the name to CHAOS MOTION because of the new musical ideas and concepts I had, obviously more chaotic ha ha…, well in fact I really see this like an organized chaos with a lot of influences of contemporary music. The music is becoming more experimental as well as more dissonant and with more complex rhythms with deepest emotions. Extreme as possible! So, since then we have recorded two new demos/pre-productions and a promotional video of the band.

Which bands would you cite as your major influences and what does your music draw from these? How did you get into playing Technical Death Metal in the first place?
Well, good question ha ha... I started listening to heavy metal when I was very young, maybe seven or eight years old, but some years later I switched to thrash and speed metal, yes! I can name a lot of bands who touched me but maybe the must influencial at the moment was SLAYER, but well, around 1989 I started to listen to grind and death metal bands because of the big explosion of groups in the genre, like CARCASS, CARNAGE, XYSMA, DISGRACE, THOU SHALT SUFFER, DARK THRONE, TRAUMATIC, GORGUTS, PURULENCE, CREMATORY, NECRONY, CENOTAPH, SHUB NIGGURATH, LUBRICANT, SADISTIK EXECUTION, NUCLEAR DEATH, etc...
I think above all, what more impregnated me was the originality and heavy sound that these bands had at that time, you know. Besides this music I always listened to progressive music because of my interest in drums, bands like RUSH, KING CRIMSON, CAMEL, etc..., or experimental music like PINK FLOYD (1st period), MAGMA, THE FLYING LUTTENBACHERS, etc..., I think all of this explains why I got into complex or technical music. But I have to say that my latest influences came from contemporary music, in particular spectral music or extreme music, composers like Gérard Grisey, Fausto Romitelli or Helmut Lachenmann amongst others... So, basically my influences comes from extreme old-school death metal, progressive/experimental music and contemporary music. Yeah!!!

All of the members of CHAOS MOTION are advanced musicians, not only in metallic terms but also in regards to classical and contemporary music and jazz. Does this background have an impact on the way you are composing? Which other instruments do or did you guys play?
Yes, you know Alexis is not only guitarist, he studied clarinette from a very young age and he is a very good instrumentalist, he studied at the conservatory of Paris and also in Strasbourg were I met him, I was studying composition and piano at the conservatory at that time. Same case for Guido Pedicone, he is a multi-instrumentalist who plays bass, guitar, drums, piano, etc...and he is studying electroacoustic music, also at the conservatory of Strasbourg. And at last Guillermo of course, well, he is our Jazz man ha ha... also a multi-instrumentalist, he has been studying jazz and improvisational music for a couple of years, and he also plays in several metal related projects at the moment.
And well, I have to say that working with musicians like this is great, really, now I feel there are no limits, our approach of music is the richest, the technical possibilities and composition complexity are more expanded, this always evolves a band I think..

How does a typical repetition unfold? Are you composing while you're jamming together or does everybody work out possible ideas at home already? And how do you decide if a tune has enough potential for your standards?
Well, we rehearse 3hrs, three times per week you know, normally we make a little jam moment to warm up, but this is not the way of composition. In fact I compose all the music on my own except for the guitar solos made by Guillermo, and also Alexis has composed some samples for the new album (intro/intermezzo/outro). At first, each one of us works his scores at home, and then we put all this together at the rehearsal, we work on the improvisational parts together also, we listen to the result and if there is something to be improved, we do that.

So, tell us a little about your current releases and the projects CHAOS MOTION is working on.
For the moment we are concentrating on rehearsals, we are booking concerts for 2015 around Europe where we will play all our new stuff, we will press a single of a song titled "Psychotic Spasm“ for promotion and we will contact labels for putting out the entire album.

Juan Pablo, your origins lie in Mexico, but you've been living in France for a long time now. If you compare the metal scene in Latin America to Europe, is there a difference?
You know, I think in the end music is a universal language, people are always very receptive, headbanging and slamming is inevitable in all places, also a lot of beer ha ha! Maybe we have to say that it is true that in the underground scene for metal in Latin America it is very rare to have good equipment, I think that is much better here, but concerning big festivals it is the same, a big scene and crazy audience ha...!

Now, I'm sure you'd like to play some concerts and present your project to the public eye, but how to get in contact with CHAOS MOTION?
Here are the links:
www.chaos-motion.com
www.facebook.com/chaosmotionband
www.twitter.com/chaosmotionband

Thanks a lot for this nice brief view into your world! Is there anything you'd like to add, something we forgot about?
Thanks for the interview!!! And all fanzines, radio stations, labels, etc... get in touch!!! We promise to deliver the craziest and heaviest death metal in the world!!!

Zu diesem Interview:

Autor:
Thunderhead

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Artikel eingestellt:
08.11.2014