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MINOTAURUS

Einsame Zwerge mit Kriegerherzen

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Unterfrankens Undergroundtipp in Sachen Metal mit keltischen Melodien ist wieder am Start: MINOTAURUS. Im Gepäck das neue Werk „The Lonely Dwarf“, welches alle Facetten des bandeigenen Sounds intensiver denn je auf den Punkt bringt. Sänger Oli Klump berichtet über dickschädelige Zwerge, Waldfeen namens Holla und natürlich die minotaurische Musik ….

AlbumcoverEuer neuester Release nennt sich "The Lonely Dwarf". Wer von euch Sechsen ist denn "der einsame Zwerg"?

„Naja eigentlich kein Einzelner von uns, sondern die Band an sich, die sich in dem großen Strudel, der sich Musikbusiness nennt, schon mal wie ein „einsamer Zwerg“ vorkommt - klein aber mit einem mächtigen Dickschädel gell!!!“

Der im Falle von Minotaurus nicht nur vom Hörner-Leeren stammt. Passend zu dem Dickschädel gibt es auch eine kleine Veränderung im Sound von MINOTAURUS. Eure früheren Veröffentlichungen könnte man als (Hard) Rock mit keltischen Melodien bezeichnen. Auf dem neuen Album klingt ihr allerdings deutlich nach einer Metal-Band. Wie kam diese Entwicklung zu Stande?

 „Als Hard Rock Band – hör' dir nur mal den Track „Princess Of Destruction“ an - haben wir uns nie gesehen. Das mit den keltischen Melodien stimmt da schon eher,  aber das sieht wohl jeder anders. Dass wir an Power und Druck zugelegt haben ist richtig. Das liegt zum Großteil an unserem jetzigen Kesselklopper Hagen Fitz der durch sein druckvolles Spiel und seine Ideen und Möglichkeiten uns mit reichlich Dampf versorgt. Wir werden weiter unseren Weg mit den charakteristischen Melodiebögen gehen, aber eben auch mit etwas mehr Schmackes!“

Es scheint, als würde man heutzutage ohne weibliche Unterstützung in einer (melodischen) Metal-Band kaum noch auskommen. So hat's nun auch MINOTAURUS - nachdem ihr bereits früher etwas damit experimentiert habt - diesbezüglich voll erwischt …

„Richtig. Wir haben da in der Vergangenheit schon viel ausprobiert und für gut befunden. Da haben wir allerdings immer Sabine Cristal (von SOV Symphony of Voices) fürs Studio mit an Bord geholt, die mit ihrer außergewöhnlichen Stimme ja auch den Song „Lonely Dwarf“veredelt hat. Nun ist aber für Liveauftritte und Studioaufnahmen Julia Feser zu uns gestoßen - eine echte Bereicherung. Ich denke, wir werden da zukünftig noch einiges Tolles zustande bekommen. Julia passt sowohl stimmlich als auch mit ihrer Liebe fürs Mittelalter und Fantasy bestens in die Band.“

Bereits zum zweiten Mal seid ihr songschreiberisch für eine Filmproduktion tätig geworden …

„Jupp, wie auch bei „Warriorhearts“ (La Garaffa Film „Kriegerherzen“) wurden wir von den Machern vom „Einsamen Zwerg“ (Kurzfilm Persiflage auf Herr der Ringe) angeschrieben, ob wir nicht Lust hätten, den Titelsong zu schreiben. Die Jungs aus dem Saarland (E(h)rlebnisfilm) kannten selbstredend unseren Song „Warriorhearts“ und wussten also worauf sie sich einlassen. Einige Monate später sind wir richtig gute Freunde geworden und haben,  so denke ich, einen Klassesong abgeliefert. Und wir haben einen richtig coolen Videoclip dafür bekommen. Das war für uns alle eine tolle Zeit. Jetzt darf Hollywood gerne kommen - wir haben uns warm geschossen!! Hä hä ...“

 

Band


Wo seht ihr euch selbst live eigentlich lieber? In einem echten Metal-Club oder doch lieber in mitten von Burgen und Schlössern?


„Definitiv in beiden, denn wir sind in den Metal-Clubs genauso zu hause wie auf den Burgen und Schlössern. Doch muss ich zugeben, dass wir auf Burgen nicht so häufig gespielt haben wie in den Clubs. Eigentlich schade, da wir bestens auch auf diese Festivals passen....also her mit den Angeboten!“

Wenn es die Örtlichkeiten erlauben, fahrt ihr live auch gerne einige Showelemente auf. Wie wichtig ist dieser Teil für MINOTAURUS?

„Das ist uns schon sehr wichtig, da wir dem Publikum gerne mehr als nur die Musik bieten und sie während der Konzerte mit in eine andere Welt ziehen und dafür begeistern wollen. Und das geht natürlich viel besser mit unseren Jungs die mit auftreten und das Ganze untermalen. Außerdem macht es einen Heidenspaß!!“
 
Ich finde es sehr bewundernswert, dass ihr bereits seit 15 Jahren in fast unveränderter Besetzung am Start seid und dies obwohl der große Durchbruch noch immer auf sich warten lässt. Millionen von Bands haben in einer ähnlichen Situation schon längst das Handtuch geworfen .... Was treibt euch immer wieder an beziehungsweise wie heißt das Geheimrezept?

„Tja, da wären wir wieder bei dem Dickschädel des Einsamen Zwergs!! Erstmal sehen wir es überhaupt nicht ein das Handtuch zu werfen, und außerdem haben wir noch viel zu viele Ideen die umgesetzt werden wollen. Es kann sich also nur noch um einige wenige Jahrzehnte handeln bis wir genug haben. Ein wenig Zeit bleibt also noch für die, die uns groß raus bringen wollen hö hö...“

Jemand, der MINOTAURUS bislang noch nicht kennt, surft ein wenig im Internet und stößt dabei auf eine Liste aller Songs der Band. Welche drei Tracks würdest du ihm vorschlagen sich zuerst anzuhören, damit er den Sound und die Essenz von MINOTAURUS gleich erfasst und sich für die Band begeistert?

„Ujui jui - das ist mal eine echt gute Frage!!?  Nur drei ? ujui jui … 1. The Stone of Farewell (von der EP „Carnyx“), 2. Princess Of Destuction (vom Album „Myth Or Reality“) und 3. The Lonely Dwarf (von der neuen CD gleichen Titels) – mit nur drei Titeln tue ich mir allerdings echt schwer.“

Letzte Frage: Als Fantasy-Liebhaber hast du sicherlich ein paar Tipps in Sachen Bücher und Filme .... aber bitte komm' mir jetzt nicht mit Herr der Ringe und Tolkien :-) ...... ich dachte da eher an ein paar Vorschläge aus dem Untergrund ....


„Na freilich kenne ich da einiges … also „Der Drachenbein Thron“ von Tad Williams, eine Saga in vier Bänden – ein Muss für jeden Fantasy-Fan. Dann selbstverständlich „Die Zwerge“ von Markus Heitz was eigentlich kein Geheimtipp mehr ist - trotzdem ein Muss!! Letztendlich noch die „Drenai Saga“ und auf jeden Fall  „Drachenkampf“ als einzelnen Roman. Die „Elenium Saga“ und so weiter und so weiter ... da gibt's noch jede Menge. Ich hoffe, das hilft weiter!“

In diesem Sinne ...zwo drei vier ...Holla die Waldfee!!!!

Band

Zu diesem Interview:

Autor:
Hansy

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Artikel eingestellt:
19.11.2009