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FANTTASMA - Another Sleepless Night

FANTTASMA - Another Sleepless Night

Wenn man, wie der Verfasser dieser Zeilen, schon Jahrzehnte in der Metal-Szene unterwegs ist, finden Alben, die einen wirklich überraschen, nur sehr spärlich statt. Den Brasilianern von FANTTASMA ist dieses Kunststück mit ihrem Debüt „Another Sleepless Night“ gelungen.

Klingen der Opener „Corona“ und das anschließende „The Passing Of Nibirus“ rein musikalisch noch nach The Gathering zu „Mandylion“-Zeiten jedoch mit Growls und ein wenig Black-Metal-Gekeife, so sprengt man spätestens mit „Metropolis“ die gängigen Mechanismen des Dark Metal. Fernanda Lira (ihres Zeichens Bassistin und Sängerin der Thrash-Band Nervosa) verfeinert den Song mit schrägen, leicht verzerrten Vocals und intensiviert dabei das allgemein bedrückende Gefühl, welches FANTTASMA hinterlassen.

Aber das war erst der Anfang, denn „The Night Fever“ legt zu Beginn über das Gitarrenriff eine Saxophon-Melodie und unerwarteter Weise passt dies hervorragend in den düsteren Sound des Trios um Ex-Torture Squad-Gitarrist Rafael Augusto Lopes. Plötzlich schwenkt der Titel in eine Blast-Beat-Attacke über, bevor er wiederum relaxt das Sax erklingen lässt – strange but beautiful!

„Life Is War“ hingegen startet als reiner Blues in einem Duell von Fernanda Lira und FANTTASMA-Sänger Thiago Andrade und besticht wiederum mit unerwarteten Tempiwechseln und atmosphärischen Melodiebögen. Am Ende kommt auch hier wieder ein Saxophon unterlegt mit ungewöhnlichen Vocals zum Einsatz. „Faith In Vengeance“ hat wieder dieses Gathering-Feeling, wobei vor allem die Gitarrenarbeit sehr zu gefallen weiß. Das doomige „Seven Valleys“ beschließt ein dunkles, faszinierendes Album voller Atmosphäre.

Unter http://fanttasma.bandcamp.com/ könnt ihr das gesamte Album wahlweise streamen, für lediglich 2 US-Dollar downloaden oder gleich die CD erstehen. Zugreifen!

Tracklist:

1. Corona
2. The Passing Of Nibirus
3. Metropolis
4. The Night Fever
5. Life Is War
6. Faith In Vengeance
7. Seven Valleys

Zu dieser Rezension:

Autor:
Hansy

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

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Gelesen:
2050 x

Artikel eingestellt:
27.09.2013