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VON EINST - Prophezeiung der Ahnen

VON EINST - Prophezeiung der Ahnen

VON EINST, das Ein-Mann-Projekt des Frankfurters Michi von Einst, wurde eigenen Angaben zufolge bereits 2005 gegründet. Nun hat der Multiinstrumentalist mit der 7-Track-EP „Prophezeiung der Ahnen“ erstmals eine Veröffentlichung an den Start gebracht. Schriftzug, Coverartwork und auch nicht zuletzt das Foto des über und über tätowierten und böse dreinkuckenden Musikers ließen eigentlich recht harte Kost vermuten, was man jedoch stattdessen zu hören bekommt sind atmosphärische Synthies und orchestral anmutende Klangwände, die stark in Richtung Filmsoundtrack tendieren. Keyboard und Programmierung stehen gegenüber allen anderen Instrumenten, die von Einst bis auf die Gitarren alle selbst eingespielt hat, ganz klar im Vordergrund, und hier liegt auch eindeutig die größte Schwäche des Projekts: Man hört überdeutlich, daß das Ganze von einer Person am Rechner zusammengebastelt wurde und dadurch klingt die Musik nicht nur stellenweise sondern eigentlich durchweg extrem künstlich. Kein Vergleich mit dem epischen Klangfeuerwerk, das eine wirkliche Band hier entfesseln könnte. Auch erschöpft sich der Ideenreichtum des Künstlers scheinbar recht schnell, die Stücke klingen allesamt recht ähnlich, so daß beim Hören bald Langeweile aufkommt.

Dem Liebhaber epischer Soundtracks sei hier besser eine Formation wie etwa FREQUENCY DRIFT ans Herz gelegt. Herrn von Einst dagegen empfehle ich sich baldigst musikalische Mitstreiter zu suchen, dann wird aus den durchaus vorhandenen guten Ansätzen vielleicht auch mal was Vernünftiges.

 

Tracklist:

01. Prophezeiung der Ahnen
02. Der Toten Tränen
03. Nutzlos wie Frieden
04. Finsterkeit
05. Tal der Kreuze
06. Veiovis
07. Memento Mori

Zu dieser Rezension:

Autor:
redbeard

Bewertung:
5,5 von 10 Punkten

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Gelesen:
2373 x

Artikel eingestellt:
19.02.2012