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LORD VOLTURE - Never Cry Wolf

LORD VOLTURE - Never Cry Wolf

Die Aufmachung und ein Blick auf die Songtitel lassen die Erwartung auf ein psychedelischer angehauchtes Klangbild entstehen, als einen auf der Scheibe dann letztendlich erwartet. Die Niederländer von LORD VOLTURE präsentieren nämlich auf ihrem zweiten Album „Never Cry Wolf“ abermals saftigen Heavy Metal, nachdem sie 2010 mit „Beast of Thunder“ ihr Debut gegeben haben. Beim Hören der Platte wird der Einfluss von US-amerikanischem Power Metal ersichtlich und sie weckt Erinnerungen an JUDAS PRIEST, ICED EARTH und CAGE, von denen man sich auch gleich Sänger Sean Peck für einen musikalischem Gastbeitrag beim epischen „Into the Lair of a Lion“ ausgeliehen hat. Auch der holländische Gitarrist Mark Bogert konnte als Gastmusiker gewonnen werden und unterstützt die Band bei „Minutes to Madness“. Die Band bräuchte sich allerdings, so gut die Gastbeiträge auch sind, bei ihrer Werbung nicht ganz so sehr darauf zu versteifen, kann doch auch der Rest durchaus überzeugen. Etwas mehr Selbstvertrauen bitte!

Mit über einer Stunde Spielzeit bietet die Scheibe viel für ihr Geld, könnte jedoch auch schnell langweilig werden, wenn die Songs weniger gut gelungen wären. Aber mit durchaus komplexen Strukturen, intelligenten Arrangements und dem nötigen Einfallsreichtum wissen LORD VOLTURE das zu vermeiden und bekannte Elemente geschickt zu einem neuen Ganzen zu kombinieren, das nicht schlicht abgekupfert wirkt. Zwar fehlt das letzte Quäntchen, das einen mitreißt und ganz in die Musik eintauchen lässt, doch auch so macht die Scheibe Spaß. Die Band zeigt sich wandelbar, ist mal dynamisch mit vorwärtstreibenden Strukturen wie in „Wendigo“, dann wieder deutlich getragener wie in „Celestial Bodies Fall“ oder dem balladesken „Brother“. Sehr gelungen ist auch „Korgon’s Descent“, das gerade durch die temperamentvollen Gitarrensoli und eine Menge Druck davor bewahrt wird, zu pathetisch zu werden. Ein kleines Manko an der Scheibe ist, dass der Gesang von David Marcelis in den höheren Lagen, gerade bei den Screams, teils etwas unsauber wird, was jedoch kaum stört, zumal andere Gesangsstile deutlich überwiegen. Ansonsten ist „Never Cry Wolf“ für Genrefreunde eine definitive Reinhörempfehlung - Da stellt sich am Ende eigentlich nur die Frage: Wo bleibt der Plattendeal?

Simon Geurts : Bass
Leon Hermans : Gitarre
Paul Marcelis : Gitarre
David Marcelis : Vocals
Frank Wintermans : Drums

http://www.lordvolture.com

 

 

 

 

 

Tracklist:

1. Never Cry Wolf
2. Taiga
3. Wendigo
4. Celestial Bodies Fall
5. Korgon's Descent
6. Minutes To Madness
7. Necro Nation
8. I Am King
9. Into The Lair Of A Lion
10. Brother
11. The Wolf At Your Door

Zu dieser Rezension:

Autor:
Kolyma

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

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Gelesen:
2861 x

Artikel eingestellt:
22.01.2012