FAUN-Frontmann Oliver “Satyr” Pade geht fremd! Das heißt, eigentlich tut er das viemehr nicht, denn sein brandneues Seitenprojekt FOLK NOIR ist ein Duo mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Kaat Geevers. Unter dem Titel „Songs from Home“ veröffentlichten die beiden nun ihre erste EP, die jedoch ausschließlich an den Merchandise-Ständen der FAUN „Eden“ – Tour erhältlich ist.
Der Eröffnungstrack „You should have seen me there” erinnert etwa durch seinen Rhythmus vor allem zu Beginn sehr an „Zeitgeist” vom neuen Faun-Album „Eden“, durch Marimbaklänge und den sanften Hintergrundgesang von Kaat entwickelt der Song aber im Verlauf dann eine ganz eigene Magie.
Die melancholisch-verträumte Stimmung des ersten Tracks zieht sich dann auch durch die gesamte CD, beinahe bemerkt man den Übergang zwischen den Stücken gar nicht. Auch bei „The songs in mariees hands“ sind es wieder die Klänge von Hackbrett und Marimba, die, gepaart mit leisen elektronischen beats, den Charakter des Songs bestimmen.
Es folgen dann wohl zwei der schönsten Liebesballaden aus dem Irland des frühen 20. Jahrhunderts, zunächst das traditionelle, erstmals 1905 in Herbert Hughes Sammlung „Irish Country Dances“ verzeichnete „She moves through the fair“, und danach die Vertonung von „The ragged wood“ aus der Feder des irischen Dichters und Dramatikers William Butler Yeats (erschienen in der 1904 veröffentlichten Gedichtsammlung „In the seven woods“).
Das wohl jedem Menschen eigene Verlangen nach einer geistigen und emotionalen Heimstatt, und der Wunsch, die Straße möge einen doch bitte dorthin führen, ist das Thema des letzten Songs „The road“, mit dem die melancholische Traumreise dann leider schon zu Ende geht.
So sehr man sich nach dem Erwachen mehr davon wünscht, so sehr fragt man sich jedoch, ob man in diesem Traum nicht doch gerade die Bonustracks zum neuen FAUN-Album gehört hat. Letzteres mag daran liegen, daß alle Melodien und Texte bis auf die genannten aus der Feder von Oli stammen, der auch bei allen Stücken die Leadstimme singt. Gerade beim Gesang hätte ich mir ein wenig mehr von der weiblichen Seite des Duos erhofft, ist Kaat doch bei leider nur zwei Stücken im Hintergrund zu hören. Gerade diese stimmliche Dominanz von Herrn Pade lässt für den Hörer nicht das Maß an zweisamer Intimität aufkommen, wie es etwa Steve und Jenny von Omnia mit ihrem Poëtree-Album gelungen ist. So fehlt FOLK NOIR leider insgesamt ein wenig das Alleinstellungsmerkmal, das die Band gegenüber dem satyrschen Hauptprojekt abhebt.
Fazit: Fünf wunderschöne, melancholische Folksongs, die vor allem für FAUN-Fans in jedem Fall zu empfehlen sind. Für die Zukunft würde ich mir von FOLK NOIR jedoch ein wenig mehr klangliche Eigenständigkeit und weibliche Emanzipation im musikalischen Sinne wünschen. So reicht es für mich nicht ganz zur Höchstwertung.

FAUN-Frontmann Oliver “Satyr” Pade geht fremd! Das heißt, eigentlich tut er das viemehr nicht, denn sein brandneues Seitenprojekt FOLK NOIR ist ein Duo mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Kaat Geevers. Unter dem Titel „Songs from Home“ veröffentlichten die beiden nun ihre erste EP, die jedoch ausschließlich an den Merchandise-Ständen der FAUN „Eden“ – Tour erhältlich ist.
Der Eröffnungstrack „You should have seen me there” erinnert etwa durch seinen Rhythmus vor allem zu Beginn sehr an „Zeitgeist” vom neuen Faun-Album „Eden“, durch Marimbaklänge und den sanften Hintergrundgesang von Kaat entwickelt der Song aber im Verlauf dann eine ganz eigene Magie.
Die melancholisch-verträumte Stimmung des ersten Tracks zieht sich dann auch durch die gesamte CD, beinahe bemerkt man den Übergang zwischen den Stücken gar nicht. Auch bei „The songs in mariees hands“ sind es wieder die Klänge von Hackbrett und Marimba, die, gepaart mit leisen elektronischen beats, den Charakter des Songs bestimmen.
Es folgen dann wohl zwei der schönsten Liebesballaden aus dem Irland des frühen 20. Jahrhunderts, zunächst das traditionelle, erstmals 1905 in Herbert Hughes Sammlung „Irish Country Dances“ verzeichnete „She moves through the fair“, und danach die Vertonung von „The ragged wood“ aus der Feder des irischen Dichters und Dramatikers William Butler Yeats (erschienen in der 1904 veröffentlichten Gedichtsammlung „In the seven woods“).
Das wohl jedem Menschen eigene Verlangen nach einer geistigen und emotionalen Heimstatt und der Wunsch, die Straße möge einen doch bitte dorthin führen ist das Thema des letzten Songs „The road“, mit dem die melancholische Traumreise dann leider schon zu Ende geht.
So sehr man sich nach dem Erwachen mehr davon wünscht, so sehr fragt man sich jedoch, ob man in diesem Traum nicht doch gerade die Bonustracks zum neuen FAUN-Album gehört hat. Letzteres mag daran liegen, daß alle Melodien und Texte bis auf die genannten aus der Feder von Oli stammen, der auch bei allen Stücken die Leadstimme singt. Gerade beim Gesang hätte ich mir ein wenig mehr von der weiblichen Seite des Duos erhofft, ist Kaat doch be
FAUN-Frontmann Oliver “Satyr” Pade geht fremd! Das heißt, eigentlich tut er das viemehr nicht, denn sein brandneues Seitenprojekt FOLK NOIR ist ein Duo mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Kaat Geevers. Unter dem Titel „Songs from Home“ veröffentlichten die beiden nun ihre erste EP, die jedoch ausschließlich an den Merchandise-Ständen der FAUN „Eden“ – Tour erhältlich ist.
Der Eröffnungstrack „You should have seen me there” erinnert etwa durch seinen Rhythmus vor allem zu Beginn sehr an „Zeitgeist” vom neuen Faun-Album „Eden“, durch Marimbaklänge und den sanften Hintergrundgesang von Kaat entwickelt der Song aber im Verlauf dann eine ganz eigene Magie.
Die melancholisch-verträumte Stimmung des ersten Tracks zieht sich dann auch durch die gesamte CD, beinahe bemerkt man den Übergang zwischen den Stücken gar nicht. Auch bei „The songs in mariees hands“ sind es wieder die Klänge von Hackbrett und Marimba, die, gepaart mit leisen elektronischen beats, den Charakter des Songs bestimmen.
Es folgen dann wohl zwei der schönsten Liebesballaden aus dem Irland des frühen 20. Jahrhunderts, zunächst das traditionelle, erstmals 1905 in Herbert Hughes Sammlung „Irish Country Dances“ verzeichnete „She moves through the fair“, und danach die Vertonung von „The ragged wood“ aus der Feder des irischen Dichters und Dramatikers William Butler Yeats (erschienen in der 1904 veröffentlichten Gedichtsammlung „In the seven woods“).
Das wohl jedem Menschen eigene Verlangen nach einer geistigen und emotionalen Heimstatt und der Wunsch, die Straße möge einen doch bitte dorthin führen ist das Thema des letzten Songs „The road“, mit dem die melancholische Traumreise dann leider schon zu Ende geht.
So sehr man sich nach dem Erwachen mehr davon wünscht, so sehr fragt man sich jedoch, ob man in diesem Traum nicht doch gerade die Bonustracks zum neuen FAUN-Album gehört hat. Letzteres mag daran liegen, daß alle Melodien und Texte bis auf die genannten aus der Feder von Oli stammen, der auch bei allen Stücken die Leadstimme singt. Gerade beim Gesang hätte ich mir ein wenig mehr von der weiblichen Seite des Duos erhofft, ist Kaat doch bei leider nur zwei Stücken im Hintergrund zu hören. Gerade diese stimmliche Dominanz von Herrn Pade lässt für den Hörer nicht das Maß an zweisamer Intimität aufkommen, wie es etwa Steve und Jenny von Omnia mit ihrem Poëtree-Album gelungen ist. So fehlt FOLK NOIR leider insgesamt ein wenig das Alleinstellungsmerkmal, das die Band gegenüber dem satyrschen Hauptprojekt abhebt.
Fazit: Fünf wunderschöne, melancholische Folksongs, die vor allem für FAUN-Fans in jedem Fall zu empfehlen sind. Für die Zukunft würde ich mir von FOLK NOIR jedoch ein wenig mehr klangliche Eigenständigkeit und weibliche Emanzipation im musikalischen Sinne wünschen. So reicht es für mich nicht ganz zur Höchstwertung.
i leider nur zwei Stücken im Hintergrund zu hören. Gerade diese stimmliche Dominanz von Herrn Pade lässt für den Hörer nicht das Maß an zweisamer Intimität aufkommen, wie es etwa Steve und Jenny von Omnia mit ihrem Poëtree-Album gelungen ist. So fehlt FOLK NOIR leider insgesamt ein wenig das Alleinstellungsmerkmal, das die Band gegenüber dem satyrschen Hauptprojekt abhebt.
Fazit: Fünf wunderschöne, melancholische Folksongs, die vor allem für FAUN-Fans in jedem Fall zu empfehlen sind. Für die Zukunft würde ich mir von FOLK NOIR jedoch ein wenig mehr klangliche Eigenständigkeit und weibliche Emanzipation im musikalischen Sinne wünschen. So reicht es für mich nicht ganz zur Höchstwertung.
Tracklist:
1. You should have seen me there
Autor:
redbeard
Bewertung:
8 von 10 Punkten
Weiteres:
Gelesen:
1077 x
Artikel eingestellt:
16.11.2011