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JOLLY ROGER - Wohin es uns führt

JOLLY ROGER - Wohin es uns führt

„Wohin es uns führt“ ist die erste Veröffentlichung von JOLLY ROGER, einer Düsseldorfer Punkrocktruppe, die seit 2006 unter dem Bandnamen NOTAUFNAHME unterwegs war. Der neue Name ist sogleich Programm – die vier haben die Totenkopfflagge gehisst und schreien ihre Freiheit heraus: „Wir sind frei weil wir Piraten sind“ singen sie im Refrain des ersten Songs, der ebenfalls den Titel „Jolly Roger“ trägt. Er beginnt sehr ruhig mit Keyboard und Wellenrauschen, doch ganz schnell wird klar, dass das absolut nicht die typischen Klänge für die Scheibe sind. Nach dem Intro heißt es „Volle Kraft voraus“ und die es wird erst einmal unbeschwert drauf los gerockt.

Nach dem piratenpunktigen Einstieg wildern JOLLY ROGER die restlichen sieben Songs lang vermehrt in lediglich angepunkten Deutschrockgewässern. Auch die Unbedarftheit des Openers schwindet in den folgenden Stücken und die deutschsprachigen Texte wandern aus der Partymitgrölecke in Richtung Sozialkritik, dabei wird ebenso das zunächst flotte Tempo der Scheibe reduziert – insbesondere „All die Jahre“ ist streckenweise verhältnismäßig gemächlich. Nach der ruhigen Mitte wird das Tempo wieder angezogen, Schlagzeuger Simon Stratmann trommelt munter und gradlinig drauf los und in „Wehrlos“ werden auch die Riffs wieder ein ganzes Stück härter.

Neben den Gitarren sind die Stücke vor allem durch die raue Stimme von Christian Hoffmeier geprägt, der von Nicolas Feelisch und Bassist Arthur Freund unterstützt wird. Leider ist der Gesang für die Botschaft der Stücke oft einen Tick zu zahm. Die EP beinhaltet acht Tracks mit insgesamt etwas über 26 Minuten Spielzeit. Die Songs sind relativ einfach gestrickt, machen aber Spaß und auch wenn die Songs nicht allesamt sofort ins Ohr gehen finden sich doch einige schöne Gitarrenmelodien. „Wohin es uns führt“ fragt sich die Band – und es ist zu hoffen, dass es sie zu einem Label führt, das sie mit der Veröffentlichung ihres nächsten (bereits in Planung befindlichen) Albums unterstütz. Bis es aber so weit ist könnte sich das Reinhören insbesondere für Fans der BROILERS – um in Düsseldorf zu bleiben – lohnen.

 

Mehr Infos unter: www.myspace.com/duesseldorfpunkrock

Tracklist:

01. Jolly Roger
02. Alles für nichts
03. Ich will weg
04. Feuer
05. All‘ die Jahre
06. Ungewollt
07. Wehrlos
08. Worte des Windes

Zu dieser Rezension:

Autor:
Kolyma

Bewertung:
7 von 10 Punkten

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Gelesen:
1443 x

Artikel eingestellt:
26.08.2011