Ganz klar: Die Kings Of Metal lieferten in den letzten Jahren einige Vorlagen, die geradezu nach einem humoristischen Tribut schrien. Die Italiener von NANOWAR OF STEEL konnten letztendlich der Versuchung nicht widerstehen und legen mit „Into Gay Pride Ride“ ihr bereits drittes Album vor, wobei die Band wohl bislang außer in heimatlichen Gefilden wohl noch keinerlei Beachtung gefunden hat.
Wer nun meint, man hätte es neben den witzigen Texten mit reichlich platter Musik zu tun, der irrt jedoch völlig. Schon der Einstieg mit „Nanowar“, „Stormlord Of Power“ und „Blood Of The Queens“ ist einfach göttlich und neben vielen Manowar-Anleihen gibt es auch gerne mal kurze Einsprengsel anderer Acts („Wonderful World“ - „Another Brick In The Wall“ - „Mr. Boombastic“). Das Intro „Radio Grafia #2“ wird jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern und der Schunkler „Forest Of Magnaccions“ passt in jedes voll gepackte Festzelt.
Dieses Quintett hat daneben auch technisch einiges zu bieten. So beherrscht jeder sein Instrument und auch in Sachen Arrangements merkt man, dass hier keine Anfänger am Werk sind. Die einzige Frage die bleibt ist, ob Nanowar Of Steel so etwas nochmal hinbekommen oder ob dann der Überraschungseffekt dahin ist. „Into Gay Pride Ride“ verdient auf jeden Fall mehr Beachtung als die letzten fünf J.B.O.-Scheiben zusammen.
Tracklist:
01. Metropolis Part 3 - The Legacy
Autor:
Hansy
Bewertung:
8,5 von 10 Punkten
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Artikel eingestellt:
13.08.2011