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SOLITUDE - Brave the Storm

SOLITUDE - Brave the Storm

SOLITUDE stammen aus Tokio und sind dort schon seit 15 Jahren aktiv. Die Band ging der 1992 aufgelösten Band SACRIFICE hervor und stellte 2001 mit „Virtual Image“ ihr Debut vor. Ihr aktuelles Album „Brave the Storm“ erschien in der Heimat der Band ursprünglich bereits 2009, doch es dauerte noch gute zwei Jahre, bis es seinen Weg übers Meer nach Europa fand.  Musikalisch merkt man dem Quintett seine Herkunft nicht an, dafür schwingt in den Songs einfach zu viel NWoBHM mit.  

“You were all of my life” beginnt mit einem akustischen Gitarrenintro, das sehr untypisch für den Rest der Scheibe ist. Im Verlauf wird der Song kraftvoller, dann endet die Akustikmelodie und macht Platz für härtere Riffs und satten Heavy Metal, wobei hämmernde Drums und melodisch-kraftvolle Gitarrenspuren für die nötige Power sorgen – auch an Gitarrensolos mangelt es auf der Platte nicht. Der raue, teils etwas heiser klingende Gesang von Sänger Akira Sugiuchi fügt sich passend, über kurz oder lang aber etwas monoton, ins Gesamtbild ein. Dafür stimmt der grundsätzliche Sound: die Scheibe wurde in New York von Alan Douches (MISFITS, HATEBREED, MASTODON) gemastert.

Allerdings fehlt das gewisse Extra, das die Scheibe aus dem Meer an Veröffentlichungen hervorstechen lässt – das Album ist zwar nett, aber weitestgehend unspektakulär. Die Band bemüht sich allerdings mit regelmäßigen Tempowechseln darum, die Scheibe auch über einen längeren Zeitraum spannend zu halten. Zwischendurch haben die Stücke einige progressivere Stellen, während sich in „Chained tot he Rock“ und „Volcano of Anger“ auch thrashige Elemente finden lassen. Mit „Head Wind“ haben SOLITUDE auch ein Instrumental eingeschoben, bevor am Ende als Bonus ein SAXON-Cover, eine Kombination aus “Rainbow Theme” aus “Frozen Rainbow”, zu hören ist.

Insgesamt erwarten den Hörer auf „Brave the Storm“ keine musikalischen Höhenflüge, doch immerhin auch keine starken Ausreißer nach unten: Auf Innovationen braucht man hier nicht zu warten, doch bekommt man dafür ehrlichen, traditionellen Heavy Metal. So haben die vier Japaner trotzdem ein solides Album abgeliefert das gerade für Fans von GRAVE DIGGER oder JUDAS PRIEST durchaus reinhörenswert sein sollte.  

Lineup:
Bass - Toru Nishida
Gesang - Akira Sugiuchi
Gitarre - Shingo Ida
Schlagzeug - Takamasa “MAD” Ohuchi

Tracklist:

1. You were all of my life
2. Brave the Storm
3. Falling Down
4. Angel’s Song
5. Walk in Paradies
6. Chained to the Rock
7. Head Wind
8. Brainwash
9. Volcano of Anger
10. Rainbow Theme (bonus)

Zu dieser Rezension:

Autor:
Kolyma

Bewertung:
7 von 10 Punkten

Weiteres:

Label:
Fastball Music
Band-Webseite:
www.myspace.com/solitudejapan
Release:
09.09.2011

Gelesen:
240 x

Artikel eingestellt:
15.02.2012