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Dorian Hunter – Dämonenkiller, Folge 25 „Die Masken des Dr. Faustus“ (Hörspiel)

Dorian Hunter – Dämonenkiller, Folge 25 „Die Masken des Dr. Faustus“ (Hörspiel)

Dorian Hunter hat den goldenen Drudenfuß gefunden – und damit die einzig wirksame Waffe gegen den Dämonendrilling! Aber wo hält sich der Dämon versteckt? Olivaro ist bereit, den Drilling zu verraten, und verlangt im Gegenzug, dass Dorian sich mit seinem dritten Leben beschäftigt, das auf die tragische Existenz als Juan Garcia de Tabera folgte. Und tatsächlich beginnt Dorian sich zu erinnern – mit unabsehbaren Folgen ...

 

Mit der Dreier-Jubiläumsfolge, die den Handlungsbogen um den Dämonendrilling zum Abschluss bringt, kommt Dorian Hunter sozusagen wieder nach Hause, denn die weiteren Folgen erscheinen nicht mehr bei Folgenreich, sondern im Zaubermond Verlag. Der Kooperationsvertrag zwischen den beiden Labels endete zwar nach Folge 24, beide Seiten haben jedoch vereinbart, die Zusammenarbeit in anderer Weise fortzusetzen. So werden die bisherigen Folgen auch weiterhin über Folgenreich vertrieben und Zaubermond und Folgenreich wollen auch zukünftig alle wichtigen Entscheidungen zur Hörspielserie gemeinsam treffen. Getrennt hat man sich allerding (sehr zum Unverständnis vieler Fans) vom bisherigen Regisseur der Serie Marco Göllner, was für diesen nach eigenen Angaben auch sehr überraschend kam. Regie bei der Jubiläumsfolge führte deshalb Zaubermond-Chef Dennis Ehrhardt. Diesem ist mit „Die Masken des Dr. Faustus“ eine wirklich gute Folge gelungen, die – und das ist das paradoxe – in bester Göllner-Tradition steht: Spannende Story, rasante Action, trockener Humor, schnelle Orts- und Zeitsprünge. Eben all das, was man von Dorian Hunter bislang gewohnt war.

Lediglich die beiden Hauptprotagonisten zeigen in dieser Folge meiner Meinung nach Schwächen. Das gilt in geringerem Maße für Thomas Schmuckert, dafür leider viel mehr für die sonst so geniale Claudia Urbschat-Mingues, die mich als Coco Zamis diesmal nicht zu 100% überzeugt. Ob dies am angesprochenen Regiewechsel liegen mag, sei hier einmal dahingestellt. Dafür kann „Die Masken des Dr. Faustus“ bis in die klitzekleinste Nebenrolle (ich sage nur Dietmar Wunder als Wache) mit dem Who-is-Who der deutschen Sprecherszene aufwarten.

Der größte Coup gelang dem Zaubermond-Team wohl mit der Verpflichtung der Komiker- und Kabarett-Legende Dieter Hallervorden für die Titelrolle des Dr. Faustus. Der 79jährige hat erst im letzten Jahr mit seinem zu recht gefeierten Kinofilm „Sein letztes Rennen“ wieder bewiesen, daß er durchaus auch ernste Stoffe beherrscht. Mit seinem ersten Hörspiel-Auftritt zeigt er, daß man auch im hohen Alter noch offen für Neues sein kann. Hallervorden: „Ich liebe generell Herausforderungen, noch mehr natürlich deren Bewältigung. Eine Hörspielaufnahme wie bei Dorian Hunter war für mich eine neue Erfahrung. Dass jede Rolle einzeln eingesprochen wird und erst nach den Aufnahmen alle Sprecher »zusammengemischt« werden, hat den Vorteil, dass man sich während der Aufnahme komplett auf die Arbeit an seiner eigenen Figur konzentrieren kann. Gleichzeitig tragen Sprecher und Regie eine große Verantwortung. Es muss sehr bewusst und nuanciert an der Rolle gearbeitet werden, damit es später beim Zusammenspiel »natürlich« klingt.“

À propos klingen – gewürdigt werden muss an dieser Stelle auch einmal mehr der Soundtrack der Serie. Für viele ist das Aushängeschild ja das au sder Feder von Joachim Witt stammende Titelstück. Vergessen wird jedoch oft, daß für die restliche Musik schon seit Anbeginn Andreas Meyer verantwortlich zeichnet. Seine düsteren Klänge schaffen es immer wieder, die Handlung jeder Folge perfekt zu untermalen und einen erheblichen Teil zur Atmosphäre beizutragen. So ist es nur folgerichtig, daß der Soundtrack als vierte CD die Box komplettiert.

Fazit: Trotz aller Veränderungen im Bereich Label und Regie hält auch die 25. Folge von Dorian Hunter das hervorragende Niveau der Serie. 270 Minuten bester Hörspiel-Grusel, da kann man nur begeistert sein!

Weitere Infos:

Skript: Dennis Ehrhardt
Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign: Alexander Rieß
Musik: Andreas Meyer
Ausstattung:4 CDs, Digipack
Länge: 270 Minuten

Sprecher:

Dorian Hunter: Thomas Schmuckert
Faust: Dieter Hallervorden
Georg Rudolf Speyer: Tim Knauer
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Donald Chapman: Frank Felicetti
Marvin Cohen: Frank Gustavus
Olivaro: Stefan Krause
Diego de Deza: Ronald Nitschke
Bethany Bail: Karin Rasenack
Phillip Hayward: Tim Kreuer
Martha Pickford: Regina Lemnitz
Leslie Mitton: Christian Gaul
Norman Winter: Detlef Tams
Chervez Apillion: Janis Zaurins
Isolde: Linda Fölster
Odrigue: Konstantin Graudus
Zenta Eytzinger: Eva Meckbach
David Brombach: Erik Schäffler
Barnabas Eene: Manfred Liptow
Walther von der Spiend: Steffen Gräbner
Athasar: Tilman Brock
Bethiar: Tammo Kaulbarsch
Calira: Celine Fontanges
Probus: Daniel Welbat
Jim Osmond: Achim Buch
Alan Thayer: Reent Reins
Edwina Thayer: Ursula Sieg
Sylvia Ashton: Maria Hartmann
Brian Ashton: Wolf Frass
Teresa: Dagmar Bittner
Wirt: Kai-Henrik Möller
Barney: Peter Kirchberger
Dennis Cromwell: Detlef Bierstedt
Schwester: Cathlen Gawlich
Stadtknecht: Dennis Schmidt-Foß
Quendola: Luise Lunow
Rechtsgelehrter: Helmut Krauss
Doktor: Markus Stolberg
Constable: Bert Franzke
Diener: Michael Harck
Henker: Achim Buch
Wache: Dietmar Wunder
Rayburne: Wolfgang Rüter
Gangster: Jürgen Holdorf, Rudolf Danielewicz

Zu dieser Rezension:

Autor:
redbeard

Weiteres:

Verlag:
Zaubermond

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Artikel eingestellt:
11.10.2014