Suche:

Die Elfen (Hörspiel) – Folge 10 „Totenfeuer“

Die Elfen (Hörspiel) – Folge 10 „Totenfeuer“

Während die Trolle in Albenmark immer weiter gen Süden vorrücken, tobt im Fjordland die Schlacht um die Nachtzinne. Aufgehetzt von den Elfenfürsten um den kaltblütigen Anführer Elodrin erstürmen die Menschenkinder aus Firnstayn die verlassene Festung. Im Blutrausch tötet Elodrin Frauen und Kinder der Trolle – ohne zu ahnen, dass der Trollfürst Orgrim gewarnt wurde und mit seinen Getreuen längst den Rückweg aus Albenmark angetreten hat...

Die Schlacht um Albenmark steuert auf ihren Höhepunkt zu und die Ereignisse überschlagen sich. Wer die vorherigen Folgen nicht gehört hat, wird sich mit „Totenfeuer“ relativ schwer tun. Zu schnell springt die Handlung zwischen den verschiedenen Schauplätzen hin und her, zu oft sind Stimmen zu hören, deren Name nicht oder nicht gleich genannt wird und die man wiedererkennen und einordnen muss. Sollte das Hören der letzten Folge „Tod in der Nachtzinne“ schon zu lange her sein, empfiehlt es sich, diese noch einmal vorher zu hören, selbst wenn man die Handlung eigentlich kennt. Die neueste Episode aus Hennens Elfenwelt fordert zwar vom Hörer einiges an Aufmerksamkeit,dafür bekommt man allerdings auch action- und temporeiches Kopfkino vom Allerfeinsten. Und à propos Kino: dort würde der Film mit Sicherheit mit der Freigabe FSK 18 laufen, denn für empfindliche Seelen ist „Totenfeuer“ eher nicht zu empfehlen. Abgetrennte Körperteile, spritzendes Blut und Gedärm, die Beschreibungen der Kampfhandlungen könnten kaum drastischer sein, und dabei muss man gleichzeitig einmal mehr auf die Qualität der Soundeffekte hinweisen. Dazu beißen im Laufe der Folge derart viele, zum Teil lieb gewonnene Charaktere ins Gras, daß es beinahe „Game of Thrones“-würdig zu nennen ist. Wahrlich nichts für zarte Gemüter.

Beinahe alle Rollen und Sprecher der Folge kennt man bereits aus den vorhergehenden Episoden. Neu dabei sind lediglich die deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin (u.a. Tatort, SOKO Wismar) Eva Meckbach als Elfe Nardinel und Konstantin Graudus, der den Centaur Nestheus spricht und den man als Synchronsprecher von Imperioli in „Die Sopranos“ und „Law & Order“ oder hörspieltechnisch zum Beispiel aus diversen Episoden der „Drei Fragezeichen“, der „Fünf Freunde“ oder von „Dorian Hunter“ kennt. Last but certainly not least zu nennen ist Jürgen Thormann in der Rolle des Centauren Senthor. Die Sprecherlegende leiht seit Jahrzehnten Stars wie Sir Michael Caine, Max von Sydow, John Hurt, Peter O'Toole oder Sir Ian McKellen die deutsche Stimme und war schon in nahezu allen bekannten Hörspielproduktionen zu hören.

Fazit: Ausgesuchte Ergänzungen für eine sowieso schon erlesene Besetzung. Dazu die schon beschriebene rasante Spannung und die wie üblich sehr gute Produktion – „Totenfeuer“ bietet alles, was man sich von einem hochklassigen Fantasy-Hörspiel erwartet. Da kann man sich schon jetzt auf das voraussichtlich am 15. August erscheinende Finale „Elfenlicht“ freuen!

Weitere Infos:

Gesamtspielzeit: ca. 65 Minuten
Altersempfehlung ab 12 Jahren

Sprecher:

Menschen
Ulric: Dennis Schmidt-Foß
Kadlin: Ranja Bonalana
Lambi: Dirk Hardegen
Halgard: Joey Cordevin
Guido: Helmut Krauss
Kalf: Martin May
Eirik: Steffen Gräbner
Björn Lambison: Patrick Güldenberg

Kobolde
Elija Glops: Rasmus Borowski
Ganda: Laura Maire
Gromjan: Hannes Stelzer
Nikodemus Glops: Thomas Wenke

Trolle
Orgrim: Tilo Schmitz
Skanga: Luise Lunow

Elfen
Elodrin: Tim Knauer
Fenryl: Kai-Henrik Möller
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Silvyna: Cathlen Gawlich
Emerelle: Daniela Hoffmann
Melvyn: Bernd Vollbrecht
Alathaia: Alexandra Lange
Fingayn: Christian Gaul
Ollowain: Bernd Rumpf
Nardinel: Eva Meckbach
Aswyn: Kerstin Draeger

Kentauren
Orimedes: Martin Keßler
Senthor: Jürgen Thormann
Nestheus: Konstantin Graudus

Weitere Bewohner von Albenmark
Philipp Brammer, Achim Buch, Wolf Frass, Matthias Klie, Manfred Liptow, Achim Schülke und Asad Schwarz

Credits:
Ein Fantasy-Hörspiel von Dennis Ehrhardt nach Elfen-Romanen von Bernhard Hennen
Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Dennis Ehrhardt im Studio Konterfei, Berlin
Johannes Steck, Schlosstonstudio, Seefeld
Schnitt & Sounddesign & Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Helge C. Balzer (Titel), Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Zu dieser Rezension:

Autor:
redbeard

Weiteres:

Verlag:
Universal Music Family Entertainment / Folgenreich

Gelesen:
3114 x

Artikel eingestellt:
15.06.2014