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Dorian Hunter – Dämonenkiller (Hörspiel), Folge 24 „Amsterdam“

Dorian Hunter – Dämonenkiller (Hörspiel), Folge 24 „Amsterdam“

Im Haus des Antiquitätenhändlers Thören Rosqvana hoffte Dorian Hunter den goldenen Drudenfuß zu finden – das einzige Mittel gegen den Dämonendrilling. Doch der Fund erwies sich buchstäblich als Illusion, und im Kampf gegen den Vampir starb Dorians väterlicher Freund Norbert Helnwein. Rosqvanas Kopf wurde vom Körper getrennt und lebt eigenständig weiter. Dorian kann ihn nicht töten, denn Rosqvana ist der Einzige, der weiß, wo sich der echte Drudenfuß befindet – und die Reise nach Amsterdam beginnt…

Dorian Hunter, Coco Zamis, Marvin Cohen und der Kopf eines Vampirdämons – na wenn das mal keine lustige Reisegesellschaft ist! Die letzte Folge unter der Regie von Marco Göllner ist denn auch entsprechend ereignisreich geraten und bietet neben rasanter Action noch einmal den für die Serie typischen Humor. Möglicherweise hat der bisherige Mastermind aber ein wenig zuviel gewollt, denn die sehr kurzen Kapitel und das ständige Springen zwischen den Handlungschauplätzen lassen an einigen Stellen keinen rechten Fluß aufkommen und fordern vom Hörer höchste Aufmerksamkeit.

Geteilter Meinung kann man diesmal auch bei den Sprechern sein. Wobei, besser sollte man sagen bei den Rollen. Der holländische Klischee-Akzent des Dämonen Red Jong, wieder gesprochen von Schauspieler Herman van Ulzen, war bereits in Folge 20 „Devils Hill“ Geschmackssache. Besonders schlimm wird es jedoch im Fall des kreolischen Auftragskillers Ndoyo. Jürgen Kluckert, der als Erzähler bei „Gabriel Burns“ oder als Synchronstimme von Morgan Freeman, Chuck Norris und Danny Glover aller Ehren wert ist, kann mich hier nicht wirklich überzeugen. Durch die übertrieben einfältige Sprache, die wohl aber vom Drehbuch so gewollt ist, erinnert er mich hier unangenehm an seine Rolle als „Benjamin Blümchen“. (Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich liebe Benjamin Blümchen – Törööö! Aber für ein Horror-Hörspiel ist die Assoziation irgendwie kontraproduktiv...)

Weiterhin dabei sind Kerstin Sanders-Dornseif als Arline, die man durch zahlreiche Nebenrollen in Hörspielserien wie „Gabriel Burns“, „Point Whitmark“, „Lady Bedford“ oder „John Sinclair“, vor allem aber als deutsche Standardstimme von Susan Sarandon kennt, sowie Tobias Lelle als Kellner. Ihn hat man ebenfalls durch Auftritte in verschiedenen Hörspielserien („Pater Brown“, „Sherlock Holmes“, „Mark Brandis“) im Ohr. Im Synchronbereich lieh er unter anderem mehrfach Steve Buscemi und Woody Harrelson seine Stimme. Detlef Tams schließlich war in der Rolle von Norman Winter bereits in den Folgen 18, 19 und 22 dabei.

Highlight der Folge ist für mich, wie so häufig, Frank Felicetti, dessen grandiose Darstellung des verkleinerten Ex-Machos Donald Chapman einmal mehr für die komischen Momente sorgt.

Musik- und Geräusch-Soundtrack bewegen sich, wie in eigentlich allen Folgenreich-Produktionen, auf Kinoniveau und untermalen beziehungsweise illustrieren die Sprechhandlung bestens. Alles in allem eine durchaus würdige Abschiedsvorstellung für Herrn Göllner, diesmal jedoch mit leichten Abzügen in der B-Note. Wie es mit der Serie unter neuer Regie weiter geht, bleibt abzuwarten.

Weitere Infos:

Sprecher:
Dorian Hunter: Thomas Schmuckert
Ndoyo: Jürgen Kluckert
Marvin Cohen: Frank Gustavus
Donald Chapman: Frank Felicetti
Red Jong: Herman van Ulzen
Thören Rosqvana: Lutz Riedel
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Arline: Kerstin Sanders-Dornseif
Kellner: Tobias Lelle
Norman Winter: Detlef Tams
in weiteren Rollen: Philipp Brammer, Karin Buchholz, Joey Cordevin, Matthias Klie, Helmut Krauss, Lennardt Krüger, Karin Rasenack, Stephanie Schultheiß und Thomas Wenke

Gesamtspielzeit: ca. 65 Minuten
Altersempfehlung ab 16 Jahren

Credits:
Ein Hörspiel von Marco Göllner nach einer Story von Ernst Vlcek
Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Verlag
Skript, Regie, Tonproduktion: Marco Göllner
Aufnahmen: Gary Stack im Studio Konterfei, Berlin | Tom Klenner, Schlosstonstudio, Seefeld | Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg | Gary Stack im Studio Cube Audio, Göttingen
Musik: MoorlandMusic
Titelmusik: Joachim Witt
Illustrationen: Mark Freier
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Zu dieser Rezension:

Autor:
redbeard

Weiteres:

Verlag:
Universal Music Family Entertainment / Folgenreich

Gelesen:
3278 x

Artikel eingestellt:
03.03.2014