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Die Elfen (Hörspiel) – Folge 9 „Tod in der Nachtzinne“

Die Elfen (Hörspiel) – Folge 9 „Tod in der Nachtzinne“

"Erst wenige Wochen ist es her, dass die Trolle das Fjordland verwüstet und die Menschen hinauf ins Gebirge getrieben haben. Bei den Aufbauarbeiten begegnet der Königssohn Ulric einem Anhänger der unheimlichen Tjured-Bruderschaft, Bruder Jules. Ist es Jules wirklich möglich, in die Zukunft zu sehen? Weiß er, wann Ulric sterben wird? Ulric ahnt nicht, dass er einem Teufel in Menschengestalt begegnet ist…"

Die Schlacht am Mordstein ist vorbei, doch Albenmark kommt nicht zur Ruhe. Die dritte Folge des „Elfenlicht“-Zyklus berichtet jedoch erstmals auch wieder über die Ereignisse im Fjordland. Menschen, Elfen, Trolle, Kobolde... jede Menge Handlungsstränge also. Und als wäre das nicht schon genug, springt die Geschichte auch noch zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her – dem Hörer wird einiges abverlangt. Dass man bei dieser Komplexität dennoch den Durchblick behält, ist eine große Leistung der Skriptautoren, die man kaum genug würdigen kann.

Dass man dem Ganzen wie gebannt lauscht ist natürlich auch wieder der Verdienst der tollen Sprecher. In dieser Folge gibt es unter anderem ein Wiederhören mit Dirk Hardegen als Haudegen Lambi und Martin May als Kalf, sowie Philipp Draeger in der Rolle des jungen Ulric. Sein erwachsenes Alter Ego wird von keinem anderen als Dennis Schmidt-Foß verkörpert, der neben zahlreichen Synchrontätigkeiten vor allem als Titelheld der Serie „Jan Tenner“ bekannt ist. Joey Cordevin in der Rolle seiner Freundin Halgard ist ebenfalls keine Unbekannte, lieh sie doch ihre Stimme unter anderen schon den Schauspielerinnen Emma Fielding, Shannen Doherty, Rosanna Arquette und Tia Carrere. Lambis Sohn Björn wird gesprochen von Schauspieler Patrick Güldenberg, den man aus diversen deutschen Film- und Fernsehproduktionen (u.a. Sonnenallee, Die Strandclique, Mädchen Mädchen 2) kennt.

Besonders erwähnenswert sind diesmal aber vor allem drei Beteiligte: Sprecher-Schwergewicht Helmut Krauss, der nicht nur als deutsche Stimme von James Earl Jones, Marlon Brando oder John Goodman oder als Erzähler bei „Offenbarung 23“ und den ??? - Liveevents „Master of Chess“ und „Der seltsame Wecker“ Kultstatus genießt, glänzt in der Rolle des innerlich zerrissenen Bruder Guido. Ranja Bonalana (Synchronstimme von unter anderen Julia Stiles, Rachel McAdams oder Renée Zwellweger) überzeugt als frech-forsche Kadlin und die wirklich großartige Laura Maire bezaubert einmal mehr als Lutin Ganda.

Neben Skript und Sprechern wartet auch die neue Folge aus Bernhard Hennens Elfen-Universum wieder mit einem hervorragenden Soundtrack auf. Sowohl Geräusche wie auch die musikalische Untermalung bewegen sich absolut auf Kinoniveau und sorgen für einen wirklich außergewöhnlichen Hörgenuß.

„Tod in der Nachtzinne“ ist ohne Übertreibung eine der besten Folgen des Elfen-Hörspielzyklus, die ich jedem Fantasy-Fan nur nachdrücklich ans Herz legen kann, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: um dem Geschehen folgen zu können und die Handlung wirklich zu verstehen, muss man definitiv die Vorgängerepisoden gehört haben. Diese sind allerdings nicht minder empfehlenswert, so dass das eventuell nötige Nachhören ebenso Spaß machen sollte.

Weitere Infos:

Gesamtspielzeit: ca. 70 Minuten
Altersempfehlung ab 12 Jahren

Sprecher:

Menschen:
Guido: Helmut Krauss
Kadlin: Ranja Bonalana
Ulric: Dennis Schmidt-Foß
Ulric (jung): Philipp Draeger
Björn Lambison: Patrick Güldenberg
Bruder Jules: Gerd Rigauer
Halgard: Joey Cordevin
Abt Lucien: Jürgen Kluckert
Lambi: Dirk Hardegen
Kalf: Martin May
Eirik: Steffen Gräbner
Eirik (jung): Bendix Ingwersen
Ottar: Flemming Draeger

Trolle:
Orgrim: Tilo Schmitz
Skanga: Luise Lunow

Elfen:
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Emerelle: Daniela Hoffmann
Alathaia: Alexandra Lange
Ollowain: Bernd Rumpf

Kobolde:
Ganda: Laura Maire
Nikodemus Glops: Thomas Wenke
Elija Glops: Rasmus Borowski

Weitere Bewohner von Albenmark:
Wolf Frass, Jürgen Holdorf, Marco Göllner, Matthias Klie, Achim Schülke sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach

Credits:
Ein Fantasy-Hörspiel von Dennis Ehrhardt nach Elfen-Romanen von Bernhard Hennen
Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Dennis Ehrhardt im Studio Konterfei, Berlin
Johannes Steck, Schlosstonstudio, Seefeld
Schnitt & Sounddesign & Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Helge C. Balzer (Titel), Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Zu dieser Rezension:

Autor:
redbeard

Weiteres:

Verlag:
Universal Music Family Entertainment / Folgenreich

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Artikel eingestellt:
22.02.2014