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Dorian Hunter – Dämonenkiller Hörspiel), Folge 23 „Tod eines Freundes“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Hörspiel), Folge 23 „Tod eines Freundes“

Endlich vervollständigen sich Dorian Hunters Erinnerungen an sein zweites Leben als Juan Garcia de Tabera. Nach dem Verlust seiner geliebten Esmeralda trifft de Tabera erneut auf seinen Erzgegner Lucero - und wird Zeuge der Geburt des Dämonendrillings. Das einzige Mittel, dieses Monstrum zu vernichten, ist der goldene Drudenfuß, den de Taberas Mentor Albertus Villanovanus in seinem Alchemielabor schuf. 500 Jahre später ist sicher: Der Drilling hat überlebt – und Dorian Hunter setzt alles daran, die einmalige Waffe aufzuspüren …

Der Titel der neuen Folge um Dämonenkiller Dorian Hunter führt unweigerlich sofort zu der Frage: wer stirbt? Natürlich will ich hier nicht spoilern, also werde ich die Antwort an dieser Stelle auch nicht geben – das müsst Ihr schon selbst nachhören.

Auch in der neuesten Folge um den Dämonenkiller springt die Handlung wieder munter zwischen den beiden Zeitebenen – also der Gegenwart und Dorians früherer Inkarnation als spanischer Edelmann – hin und her. Da man sich als regelmäßiger Hörer an diese Wechsel inzwischen gewohnt hat, bringt dies weniger Verwirrung als viel mehr gehörigen Hörspaß und trägt einen großen Teil zur Spannung bei, nicht zuletzt dank des intelligent geschriebenen Skripts. Es ist zu hoffen, dass sich diese Qualität auch nach der angekündigten Trennung von Autor und Regisseur Marco Göllner, der der Serie über Jahre sein Stempel aufgedrückt hat, auch in Zukunft erhalten bleibt. Aber auch die akustische Unterscheidung der beiden Zeitebenen ist wunderbar gelungen, angefangen von der verwendeten Musik bis hin zur Abmischung. Interessant ist auch, dass sich bei Aussagen, die den Dämonendrilling betreffen, manche Sätze dreimal wiederholen. Im ersten Moment hat man hier das Gefühl, die CD würde hängen, erst nachdem sich der Effekt mehrfach wiederholt erkennt man, dass hier Absicht dahinter steckt.

Kommen wir zu den Sprechern: Lutz Riedel als Thören Rosqvana war in dieser Rolle bereits in Folge 22-2 „Esmeralda – Vergeltung“ dabei, ebenso wie sein Kollege Boris Tessmann alias Alfonso de Villar und auch Stephanie Schultheiß in der Rolle der Ilse. Ebenfalls bereits bei Dorian Hunter zu hören war Wolfram Mucha (Alberto Villanovanus), für dessen Auftritt in Folge 22-1 „Esmeralda – Verrat“ allerdings keine Rollenangabe gemacht wurde. Der Sprecher ist vor allem bekannt als Theaterschauspieler und Kabarettist (Berliner Kabarett „Die Wühlmäuse“) und durch seine Rolle in der Vorabendserie „Marienhof“. Ebenfalls kein Unbekannter mehr ist Daniel Montoya als Sebastión, der bereits zweimal in kleineren Rollen dabei war: Einmal in Folge 18 „Cane“, dort ohne Rollenangabe, und in Folge 19 „Richtfest“ als Dämon. Seine Stimme kennt man auch aus dem Synchronbereich, dort lieh er unter anderem schon Martin Compston, E.J. Bonilla und Richie Rich seine Stimme, im Hörspielsektor konnte man ihn unter anderem schon bei Mark Brandis, Perry Rhodan Sternenozean und in den Imaga - Star Wars – Serien erleben. Ronald Nitschke, der den Diego de Deza spricht ist wohl den meisten als deutsche Standardstimme von Tommy Lee Jones oder auch als Geräuschwunder Michael „Larvell Jones“ Winslow in den „Police Academy“-Filmen im Ohr. Im Hörspielbereich kennt man ihn zum Beispiel aus der Serie John Sinclair. Alle Sprecher liefern wie gewohnt einen mehr als guten Job und erfüllen die von ihnen verkörperten beziehungsweise verstimmlichten Charaktere wunderbar mit Leben. Eine besondere Würdigung muss an dieser Stelle noch dem im letzten Jahr leider verstorbenen Konrad Halver zuteil werden, der hier posthum ein letztes Mal in der Rolle des Trevor Sullivan zu hören ist. Es bleibt abzuwarten, wie es mit seiner Rolle nun weitergeht, der Epilog der Folge verheißt für den Chief allerdings nichts Gutes.

Neben dem bereits im Titel angekündigten „Tod eines Freundes“ wartet Folge 23 mit übrigens noch mit einigen weiteren Überraschungen auf und baut am Ende gehörig Spannung auf, die schon jetzt die Vorfreude auf die Fortsetzung schürt, die, so viel kann man schon verraten, in Amsterdam spielen wird.

Fazit: Auch die neue Episode hält damit das bisherige Niveau der Serie, ja ich möchte fast sagen, sie zählt zu den besten, die ich bei Dorian Hunter bislang gehört haben.

Weitere Infos:

Gesamtspielzeit: ca. 77
Altersempfehlung ab 16 Jahren

Sprecher:
Dorian Hunter: Thomas Schmuckert
Juan Garcia de Tabera: Constantin von Jascheroff
Thören Rosqvana: Lutz Riedel
Norbert Helnwein: Hasso Zorn
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Donald Chapman: Frank Felicetti
Alfonso de Villar: Boris Tessmann
Sebastión: Daniel Montoya
Diego de Deza: Ronald Nitschke
Lucero: Volker Brandt
Alberto Villanovanus: Wolfram Mucha
Olivero: Stefan Krause
Martha Pickford: Regina Lemnitz
Philipp Hayward: Tim Kreuer
Trevor Sullivan: Konrad Halver
Ilse: Stephanie Schultheiß
in weiteren Rollen: Romanus Fuhrmann, Raimund Krone, Lennardt Krüger, Rüdiger Kuhlbrodt, Eberhard Prüter, Sonja Stein, Thomas Nero Wolff & Walter Wigand
Credits:
Ein Hörspiel von Marco Göllner nach einer Story von Ernst Vlcek
Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Verlag
Skript, Regie, Tonproduktion: Marco Göllner
Aufnahmen: Gary Stack im Studio Konterfei, Berlin | Tom Klenner, Schlosstonstudio, Seefeld | Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg | Gary Stack im Studio Cube Audio, Göttingen
Musik: MoorlandMusic
Titelmusik: Joachim Witt
Illustrationen: Mark Freier
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Zu dieser Rezension:

Autor:
redbeard

Weiteres:

Verlag:
Universal Music Family Entertainment / Folgenreich

Gelesen:
3362 x

Artikel eingestellt:
06.12.2013