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Dorian Hunter – Dämonenkiller (Hörspiel), Folge 22.1 „Esmeralda - Verrat“ (1/2)

Dorian Hunter – Dämonenkiller (Hörspiel), Folge 22.1 „Esmeralda - Verrat“ (1/2)

Auf der Suche nach Informationen über seine vergangenen Leben stößt Dorian Hunter auf Aufzeichnungen aus der Zeit der spanischen Inquisition. Im Jahre 1506 wird das Mädchen Esmeralda der Hellseherei angeklagt und gezwungen, fortan mit der Inquisition zusammenzuarbeiten. Ihre erste Aufgabe ist es, etwas über einen jungenden Mann herauszufinden: Juan Garcia de Tabera …

Die neue Folge um den Dämonenkiller Dorian Hunter ist insofern etwas besonderes, als dass sie gleich zwei Storylines weiterführt. Zum einen wird, nach dem Intermezzo mit dem Kollegen John Sinclair in der letzten Episode, der in Folge 18 „Kane“ begonnene Handlungsbogen fortgesetzt. Olivaro, der sich selbst zum neuen Oberhaupt der schwarzen Familie erhoben hat, spinnt fleißig weiter an seinen Intrigen gegen Dorian und die, die ihm nahe stehen. Vor allem Coco Zamis wird zur bestimmenden Figur in seinem bösen Spiel, denn obwohl sie ihren Entführern entkommen ist, wird sehr schnell klar, dass dies zu Olivaros Plan zu gehören scheint. Auf der anderen Seite knüpft die Geschichte sozusagen direkt an Folge 10 „Der Folterknecht“ an, da man erstmals wieder etwas über Dorians frühere Leben, genauer gesagt über seine nächste Inkarnation nach Baron Nicolas de Conde erfährt.

Ähnlich wie in besagter Folge läuft die Handlung auch hier auf zwei verschiedenen Zeitebenen ab, die sich immer wieder abwechseln, und genau wie damals funktioniert das Konzept auch hier recht gut. Einziger Unterschied: Im Gegensatz zum „Folterknecht“ wurden die beiden Teilfolgen nicht gleichzeitig veröffentlicht. Für den Hörer zunächst ärgerlich, da viele Fäden neu gesponnen oder wieder aufgenommen werden, man aber mit dem Ende des ersten Teils erst einmal etwas in der Luft hängt. Von den Machern ist das mit Sicherheit kalkuliert, denn so baut sich bis zum Release von Teil zwei natürlich gehörig Spannung auf. All zu lange muss man sich jedoch gottseidank nicht gedulden, der zweite Teil „Vergeltung“ soll bereits Ende August erscheinen.

Über die gute Produktion muss man ja bei Folgenreich keine großen Worte mehr verlieren, und auch das Sprecherensemble präsentiert sich wie üblich gut aufgelegt. Neben der Stammbesatzung gibt es diesmal ein Wiederhören mit Karim Chamlali, der in seiner Rolle als Hassan El-Kali bereits in den Folgen 18 („Kane“) und 20 („Devils Hill“) dabei war, ebenso wie auch Andreas Schmidt als Skarabäus Toth. Detlef Tams aka Norman Winter kennt man ebenfalls bereits aus den Folgen 18 und 19 („Richtfest“).

Die Titelrolle der Esmeralda spricht Kaya Marie Möller, die nicht nur unter anderem Teresa Palmer und Evan Rachel Wood im Deutschen ihre Stimme leiht, sondern auch bereits bei einigen bekannten Hörspielproduktionen dabei war, so zum Beispiel bei der Knickerbockerbande, Larry Brent oder Angelina Ballerina. Volker Brandt, der den Lucero gibt, muss man als deutsche Standardstimme von Michael Douglas und Sprecher in mehr als 120 Hörspielen kaum noch vorstellen. Juan Garcia de Tabera wird gesprochen von Constantin von Jascheroff, der unter anderem die Schauspieler Anton Yelchin, Kyle Gallner und Kieran Culkin synchronisiert. Eberhard Prüter (Matthias Brandstätter) kennt man aus dem Synchronbereich als deutsche Stimme so unterschiedlicher Schauspieler wie Richard Schiff, Corey Burton oder Armin Shimerman. Was Hörspiele angeht, dürfte er vor allem der „Jan Tenner“ und bei den Jüngeren der „Bibi Blocksberg“ und „Benjamin Blümchen“ Fan-Fraktion wohl bekannt sein.Ronald Nitschke (Diego de Deza) ist als Standardstimme von Tommy Lee Jones bekannt, legendär wurde er in den 80er Jahren aber vor allem durch die Synchronisation von Michael Winslow in den „Police Academy“ Filmen. Gerald Paradies (Alfredo Fuenseca) schließlich synchronisierte unter anderem bereits Dennis Leary und Vinnie Jones und ist Hörspielfreunden durch zahlreiche Auftritte bei unter anderem „Point Whitmark“, „Gabriel Burns“ und vor allen als Collin Drake in der Serie „Caine“ gut im Ohr.

Fazit: Gelungener Auftakt einer Doppelfolge, nach dem man sich sehnlichst die Fortsetzung herbeiwünscht!

Weitere Infos:

Gesamtspielzeit: ca. 66 Minuten
Altersempfehlung ab 16 Jahren
Sprecher:
Dorian Hunter: Thomas Schmuckert
Norbert Helnwein: Hasso Zorn
Esmeralda: Kaya Marie Möller
Lucero: Volker Brandt
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Juan Garcia de Tabera: Constantin von Jascheroff
Matthias Brandstätter: Eberhard Prüter
Donald Chapman: Felicetti
Olivaro: Stefan Krause
Diego de Deza: Ronald Nitschke
Hassan El-Kali: Karim Chamlali
Trevor Sullivan: Konrad Halver
Skarabäus Toth: Andreas Schmidt
Alfredo Fuenseca: Gerald Paradies
Norman Winter: Detlef Tams
Martha Pickford: Regina Lemnitz
Marvin Cohen: Frank Gustavus
Lilian Hunter: Iris Artajo
In weiteren Rollen: Susanne Meikl, Wolfram Mucha und Thomas Nero Wolf

Credits:
Ein Hörspiel von Marco Göllner nach einer Story von Ernst Vlcek
Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Verlag
Skript, Regie, Tonproduktion: Marco Göllner
Aufnahmen: Gary Stack im Studio Konterfei, Berlin | Tom Klenner, Schlosstonstudio, Seefeld | Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg | Gary Stack im Studio Cube Audio, Göttingen
Musik: MoorlandMusic
Titelmusik: Joachim Witt
Illustrationen: Mark Freier
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Zu dieser Rezension:

Autor:
redbeard

Weiteres:

Verlag:
Universal Music Family Entertainment / Folgenreich

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Artikel eingestellt:
28.06.2013