Noch immer ist Dorian Hunter verschwunden. Niemand weiß, ob der Dämonenkiller noch lebt. Alle Informationen, die dem Secret Service zur Verfügung stehen, befinden sich auf dem Videoband des französischen Journalisten Armand Melville, der Hunter während der letzten Tage als „Chronist“ begleitet hat. Asmodi, der seit Jahrhunderten als griechischer Oligarch über eine Insel herrscht, versucht den Fehler, seinem „Sohn“ Dorian die Unsterblichkeit verliehen zu haben, mit allen Mitteln zu korrigieren: Er schickt den Moloch los, einen von ihm erschaffenen, alles verschlingenden Dämon, der die Fähigkeit hat, seine Gestalt zu verändern. Auf der Jacht von Hunters altem Freund Jeff Parker kommt es schließlich zum explosiven Showdown. Melville konnte sich und das Videoband retten, doch was ist mit Dorian...?
Während die Dorian Hunter – Reihe in meinen Augen, verzeihung Ohren, in letzter Zeit ein wenig an Schwung verloren hatte, nimmt sie mit der Fortsetzung der „Teufelsinsel“ wieder ein wenig an Fahrt auf. Das Szenario des gestaltwandlerischen, mörderischen Dämons, der auf einer Jacht voller vergnügungssüchtiger Menschen zunächst noch verborgen sein Unwesen treibt, sorgt für einiges an Spannung, und die Umsetzung ist atmosphärisch auch sehr gut gelungen, bis hin zur 70er Jahre Pornomusik zur Untermalung der Party. Und natürlich, wie sollte es anders sein, sind es auch einmal mehr die Sprecher, die der Folge ihren Stempel aufdrücken. Während die Stammbesetzung, also Dorians Kollegen vom Service und seine Freunde zuhause, ja schon seit einiger Zeit mehr oder weniger zu kommentierenden Randfiguren degradiert wurden, glänzen auch in dieser Folge dafür einige Gastsprecher: Allen voran muss hier natürlich Oliver Kalkofe genannt werden, der mir in seiner Rolle als französischer Journalist Armand Melville inzwischen richtig ans Herz gewachsen ist. Aber auch Bernd Rumpf (Standardsynchron für u.a. Liam Neeson, Alfred Molina, Alan Rickman) als Murray, Daniela Hoffmann (Standardstimme von u.a. Julia Roberts und Calista Flockhart) als Valiora oder Andreas von der Meden (bekannt als Chauffeur Morton bzw. Skinny Norris von den Drei Fragezeichen, aber auch als deutsche Standardstimme von David Hasselhoff und älteren Semestern auch als deutsche Stimme von Kermit dem Frosch) in der Rolle des Jeff Parker überzeugen mit ihrer stimmlichen Präsenz.
Fazit: Mal wieder eine Dorian Hunter – Folge, die mir beim Hören richtig Spaß gemacht hat. Zumindest mehr als die Folgen davor, obwohl auch diese natürlich immer noch zum gehobenen Hörspielstandard zählen. Dennoch muss ich sagen, daß bei den Folgenreich-Produktionen Dorian Hunter in meiner Gunst inzwischen von Mark Brandis überholt wurde. Aber das große Finale rückt näher, wer weiß welche Höhepunkte die Serienmacher dafür noch bereit halten...?
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Autor:
redbeard
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Verlag:
Universal Music Family Entertainment/ Folgenreich
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Artikel eingestellt:
30.11.2011